Dutch Baby Oven Pancakes zu machen ist so was von spannend! Ich sitze immer wie gebannt vor dem Backofen und kann es kaum erwarten, bis der Teig die absonderlichsten Formen annimmt, erst am Rand leicht hochgeht, schließlich alienartige Auswüchse bekommt um nach Minuten seine endgültige, immer besondere Form zu erhalten. Der Teig geht im Ofen ab wie Luzie, ohne dass er Backpulver enthält, was wiederum seinem Geschmack zu Gute kommt.
Ihr bekommt hier mal wieder zwei Rezepte, die ihr auch unabhängig voneinander zubereiten könnt. Einmal die Pancakes und dazu das Topping – karamellisierte Blutorangen und Blutorangensauce, welche man beide wunderbar zu Cremespeisen, Eis und Pudding reichen kann.
Dutch Babies – Pfannkuchen mit einem solchen Namen muss man einfach mal gemacht haben, dachte ich mir bereits letztes Jahr. Da gab es die putzigen Dinger mit Beeren und Honig und ich habe erklärt, wie es zu dem Namen kam.
Dutch Baby Pancakes machen sich im Ofen fast von selbst, was man dafür benötigt, ist unbedingt eine ofenfeste Pfanne. Vorzugsweise aus Gusseisen, wie diese. Es funktioniert aber auch mit anderen Pfannen, die 220 Grad im Ofen überstehen. Eine Auflaufform tut es in diesem Fall nicht, weil sich der Pfannkuchenteig den Weg seitlich dem Pfannenrand nach oben sucht um dort noch lustige Schlenker zu machen. Dafür braucht man eine schön rundgewölbte Pfanne, ohne Ecken und Kanten.
Was die Toppings angeht, könnt ihr aus dem Vollen schöpfen. Es passt quasi alles, was man gern zu Pfannkuchen mag, jedes Obst, warm oder kalt, ganze Beeren, Kompott, Karamellisiertes wie hier bei mir, oder Saucen, Sirup, Schoki und andere Leckereien. Die Amis packen nochmal ne Schippe drauf und geben Eis oder Sahne dazu. Alles ist möglich.
Ich bin nicht so der Fan davon, Unmengen von Sirup über den Pancake zu gießen, auch wenn sich das auf Fotos bestimmt gar prächtig macht. Bei mir kommt nur vor die Linse, was ich nachher auch verdrücken mag.
Jetzt zur besten Blutorangenzeit habe ich mich für ein Topping aus karamellisierten Blutorangenfilets, Blutorangensauce und einen Klacks Sahne entschieden.
Mein Pancake wurde in einer Staub Bratpfanne mit Gusseisengriff in 26 cm Durchmesser gebraten. Viel größer oder kleiner dürfte die Pfanne nicht sein, es sei denn, man brät 2 Portionen in einer ganz kleinen Pfanne.
Zutaten
Pancake
3 große Bio-Eier
150 ml Milch
1 Tl Brauner Zucker, ich hatte braunen Vanillezucker
1/4 Tl Salz
1 Tl Vanilleextrakt, optional, falls kein selbstgemachter Vanillezucker im Haus ist.
100 g Mehl
2 El Butter
Karamellisierte Blutorangen
Zesten von 1 Blutorange, hier die Hälfte verwenden.
Saft von 2 Blutorangen
1 El Zucker
1Tl Stärke
Blutorangensauce
2 Blutorangen
3 El Zucker
die 2. Hälfte der Zesten
Zubereitung
Blutorangensauce
- Stärke mit gepressten Orangensaft glatt rühren und mit dem Zucker zusammen einige Minuten köcheln lassen. Die Hälfte der Zesten hinzufügen
Karamellisierte Blutorangen
- Orangen filetieren.
- Den Zucker in einen geeigneten Topf geben und leicht goldbraun karamellisieren lassen. Hitze reduzieren, die Filets hinein legen und einige Minuten beidseitig in dem Karamell ziehen lassen. Filets vorsichtig auf einen Teller beiseite legen.
- Eingekochten Orangensaft zu dem Karamell geben und sanft köcheln lassen, bis sich das ganze Karamell vom Topfboden gelöst hat.
optional 150 g geschlagene Sahne
Pancake
- Die Pfanne/n in die Mitte des Ofens stellen und ihn auf 220 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
- In einer Schüssel die Eier und den Zucker mit einem Mixer auf hoher Stufe weißlich-schaumig schlagen.
- Die Milch, das Salz und die Vanille einmixen, die Geschwindigkeit des Mixers reduzieren und das Mehl kurz aber gut unterrühren.
- Den Teig für 5 – 10 Minuten ruhen lassen.
- Inzwischen ist der Ofen aufgeheizt und die Butter wird in die Pfanne gegeben und darf 2 Minuten mit im Ofen schmelzen. Die Pfanne aus dem Ofen holen, die Butter in der ganzen Pfanne herumschwenken, so dass auch der Rand gut eingefettet ist.
- Den Teig über die Butter gießen, so dass er etwa 2 – 2,5 cm hoch ist. Den oder die Pancakes etwa 15 Minuten backen, bis sie an den Seiten schön hochgegangen und gebräunt sind.
Der Pancake fällt relativ schnell etwas zusammen, es heißt also schnell sein. Alle Toppings liegen bereit, die Sahne ist selbstverständlich geschlagen. Fix werden die Filets auf dem Pancake drapiert, mit Zesten bestreut, die Sahne im Schwung drauf geklatscht und alles mit etwas Orangensauce begossen. Die prächtige Pfanne landet mitten auf dem Tisch und alle können genüsslich zulangen.
Macht es euch bunt und fruchtig und genießt den Winter,
Simone